Die Höchststrafe für einen Nerd: Internet-Entzug

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Wisst Ihr, was das Schlimmste ist, das man einem Nerd antun kann? Nein, dann denkt mal nach… Die Höchststrafe für einen Nerd ist Internet-Entzug.

Jedes Mal, wenn wir über einen geplanten Urlaub reden, geht die Diskussion los: Ich bin im Urlaub für eine internetfreie Zeit: Keine Mails, keine Social Networks, keine Blog-Feeds … Nichts. Das ist für mich Entspannung. Mein Nerd sieht das anders. Allein bei dem Gedanken an zwei Wochen ohne Internet bekommt er einen panischen Gesichtsausdruck, Schweißperlen auf der Stirn und hektische Flecken. Er könnte etwas verpassen. Jawohl. Was er verpassen könnte, weiß er selbst nicht so genau. Aber eine Zeit ohne Internet ist für dieses seltsame Nerd-Wesen unvorstellbar.

Ist das eine Sucht? Muss ich anfangen, mir Sorgen um meinen Nerd zu machen? Vermutlich ja. Beziehungsweise so lange es Internet gibt, wohl nicht. Aber was passiert, wenn mein Nerd unfreiwillig auf kalten Entzug gesetzt wird?

Die Hochzeit ohne Internet

Es begab sich, dass wir auf eine Hochzeit in Österreich eingeladen waren. Die Kleiderwahl war einfach: Anzug und Chucks, ganz nerdgemäß. Nichtsahnend machte sich mein Nerd auf den Weg. Bei der kirchlichen Trauung war noch alles in Ordnung. Das kleine Nerd-Herz wusste noch nicht, was für Leiden es kurz danach hinnehmen musste.

Im Hotel angekommen, in dem ein Großteil der Feierlichkeiten stattfinden sollte, stellte er fest, dass besagtes Hotel kein W-LAN zur Verfügung stellte. Für einen Nerd an sich kein Problem, denn in weiser Voraussicht hatte mein Nerd noch kurz vor der Hochzeit eine Auslandsflatrate aktiviert, um ihn vor Entzugserscheinungen zu schützen. Dumm nur, dass die Flatrate erst nach 24 Stunden freigeschaltet wird. So saß er in dem Hotel und war auf W-LAN angewiesen, wenn er nicht Unsummen an Geld für die Nutzung des Internets zahlen wollte.

Panisch und unruhig war er, mein Nerd. Das einzige Sinnvolle, was aus ihm rauszubringen war, war Meckern und Fluchen. Und ständig checkte er nervös, ob die Flatrate nicht vielleicht doch schon aktiv war.

Bedenklich? Vielleicht.

Bedenklicher? Folgendes:

„Schatz, wenn wir mal heiraten, gibt es freies W-LAN für alle.“

Ja, genau. Ist klar. Es gibt nichts, das ich mir mehr zu meiner Hochzeit wünschen würde. Außer vielleicht, dass kleine Roboter den Trauzeugen ersetzen und die Trauringe bringen. 😉

Lesetipp: Ich bin dann mal offline: Ein Selbstversuch. Leben ohne Internet und Handy

Dieser Lesetipp richtet sich definitiv an meinen Nerd, aber auch an alle anderen, die sich ein Leben ohne Internet nicht (mehr) vorstellen können. 😉

Rezension zum Buch „Ich bin dann mal offline“ folgt.

Ich bin dann mal offline: Ein Selbstversuch. Leben ohne Internet und Handy –

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